Viel geputzt - aber Zahn ade?

Zahnbürsten können Zähne unwiederbringlich zerstören. Das Problem, das die Zahnmediziner beunruhigt und bisher ein Schattendasein gelebt hat, heißt Zahnerosion. Hierbei wird die Zahnsubstanz mit viel zu viel Druck auf der Zahnbürste weggeschrubbt. Daher rät der Dr. Pietsch auch: Nicht unmittelbar nach dem Essen die Zähne putzen. Und: Nicht viel Druck ausüben.

Verstärkt werden solche Defekte durch verschiedene Maßnahmen, etwa

- Art der Zahnbürste (die manuelle Zahnbürste ist vorteilhaft),
- Zu starker Druck (insbesondere bei der Benutzung von elektrischen
  Zahnbürsten) und zu heftige Bürstenbewegungen,
- Zahnpasten mit Schleifkörper,
- Nahrungsmittel, z. B. Fruchtsäfte, Softgetränke, Obst (u. a. Citrusfrüchte)
  und Salate sowie
- Geringer Speichelfluß bzw. Mundtrockenheit.

Es gibt Wege, wie eine Zahnerosion vermindert werden kann. Es fängt damit an, dass die Natur eine kluge Lösung parat hat - unseren Speichel. Er ist ein natürlicher Schutzfaktor und weist laut neuesten Studien auch reparatives Potenzial auf. Das Kauen von zuckerfreien Kaugummis nach dem Essen kann die Speichelproduktion und somit die positiven Wirkungen des Speichels fördern.

Mit Milch oder Wasser kann der Mund nach dem Essen ausgespült werden. Dadurch erhalten die Zähne wertvolle Mineralien. Sie tragen dazu bei, dass der Zahnschmelz schnell wieder erhärtet und so der Zahn optimal geschützt ist.

"Sie sollten nach dem Essen von säurehaltigen Speisen eine halbe Stunde danach auf das Zähneputzen verzichten.", empfiehlt Dr. Albert Pietsch, "So schützen Sie Ihren Zahn vor starker mechanischer Abrasion." Ergänzt wird die Zahnpflege mit einer fluoridhaltige Zahncreme, die im Vergleich zu nicht fluoridierten Zahncremes einen geringeren Substanzverlust hervorruft