Oralchirurgie: fundiertes Fachwissen und moderne Technologien

Chirurgische Eingriffe im Mund-/Kieferbereich gehören keineswegs zum Standardrepertoire eines jeden Zahnarztes. Diese sollten von sogenannten Oralchirurgen vorgenommen werden. Das sind Zahnärzte, welche eine 4-jährige Weiterbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie absolviert haben.

Chirurgische Eingriffe im Mund-/Kieferbereich gehören keineswegs zum Standardrepertoire eines jeden Zahnarztes. Diese sollten von sogenannten Oralchirurgen vorgenommen werden. Das sind Zahnärzte, welche eine 4-jährige Weiterbildung auf dem Gebiet der zahnärztlichen Chirurgie absolviert haben.

Das Behandlungsspektrum der Oralchirurgie ist sehr vielfältig. Dazu zählt beispielsweise die Entfernung der Weisheitszähne, insbesondere wenn es sich um tief im Kiefer verlagerte Weisheitszähne handelt. Verlagerte Zähne sind Zähne, die durch Entwicklungsstörungen manchmal im Kiefer liegen bleiben. Es muss sich dabei also nicht unbedingt um Weisheitszähne handeln, sondern kann auch bei anderen Zähnen vorkommen. Die Entfernung solcher verlagerter Zähne kann notwendig werden, weil es sonst zu Entzündungen, Gewulstbildung und dem Abbau benachbarter Wurzeln kommen kann. Oralchirurgen können eine solche Entfernung problemlos durchführen. Ein weiterer beispielhaft zu nennender Bereich der Oralchirurgie ist die Wurzelspitzenresektion. Eine solche Kappung der entzündeten Zahnwurzeln ist meist ratsam, wenn eine Wurzelkanalbehandlung nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat.

Ebenso gehört der Sinuslift zu einer Operation, für die Oralchirurgen gut ausgebildet sind. Der Sinuslift ist ein operatives Verfahren, welches trotz zu geringem Knochenmaterial im Oberkiefer das erfolgreiche Setzen eines Implantates ermöglicht. „Beim Sinuslift wird Knochenersatz- oder Eigenknochenmaterial in Richtung der Kieferhöhle aufgeschichtet“, erläutert Dr. Albert Pietsch, Zahnarzt in Mühlheim/Main. Ausreichendes Knochenmaterial ist eine wichtige Voraussetzung für den dauerhaften Halt von Zahnimplantaten. Das Knochenmaterial und die erfolgreiche Implantation sind neben weiteren Faktoren nicht die einzigen Erfolgsgaranten. Denn obwohl es sich bei Zahnimplantaten um künstliche Zahnwurzeln handelt, bedeutet dies noch lange nicht, dass die Pflege dieser Implantate vernachlässigt werden kann. Denn analog zur Parodontitis bei natürlichen Zähnen kann es bei mangelnder Zahnhygiene bei Implantaten zur Periimplantitis kommen. Dies ist eine bakterielle Entzündung des Implantates umliegenden Gewebes und Knochenmaterials. Unbehandelt kann dies zur Lockerung bzw. sogar zum Verlust eines Implantates führen. Implantate garantieren nicht nur die volle Wiederherstellung der Kaufunktionalitäten, sondern sind auch ästhetisch anspruchsvoll, weil sie sich von natürlichen Zähnen nicht unterscheiden. Sie überzeugen zudem hinsichtlich Langlebigkeit. Denn bei entsprechender Pflege können Implantate ein Leben lang im Mund verbleiben.