Artikel aus Offenbacher Post
Beim ersten Mühlheimer „Tag des Lächelns" gab es viele Informationen rund um die Zähne und deren Gesundherhaltung
Mühlheim (sim) § Der Besuch beim Zahnarzt zählt heutzutage immer noch zu den weniger beliebten Aufgaben der Bürger. Damit sich dies in Zukunft ändert, bot das Informationscenter „medpoint" in Zusammenarbeit mit der Zahnarztpraxis Pietsch und deren Partner „goDentis" den ersten Mühl-heimer „Tag des Lächelns" an. Acht Stunden lang konnten Besucher am Samstag in die Bischof-Ketteler-Straße 31–33 kommen, um sich rund um Zahnhygiene und -behandlung zu informieren. „Das Mittelalter ist vorbei und somit auch die Angst vor dem Zahnarzt", erklärte Praxisarzt Albert Pietsch den rund 200 erschienenen Gästen. Dank neuester Methoden könnten Behandlungen im Rachenbereich schmerzfrei vonstatten gehen, lautete die Diagnose des Dentisten. Und so nahmen sich Pietsch und seine Kollegen viel Zeit, um die modernen Verfahrensweisen vorzustellen.
Auf zwei Etagen wurde den Besuchern ein Einblick in die Arbeit der Zahnmedizin gegeben. Da konnte man schon einmal den Zahntechnikern bei der Herstellung von Kronen und Brücken aller Art zusehen oder über den Computer die eigene Zahnqualität testen. Großes Interesse erweckte auch der neu eingeweihte „smilepoint"-Bereich, in dem zukünftig Zahnerhellungen durchgeführt werden sollen.
Um vor allem Kindern die Scheu vor der Praxis zu nehmen, hatte man im Vorfeld der Veranstaltung einen Raum farbenprächtig umdekoriert. Unter der Anweisung der Helferinnen konnten die Mädchen und Jungen dort an einem Wissensquiz teilnehmen oder bei der „Zuckershow" mitraten, wie viel Zuckerwürfel ein Nahrungsmittel enthält. Besonders beliebt war der mit Hilfe von Alufolie zur Rakete umgewandelte Behandlungsstuhl, mit dem man auf den Planeten „Zahturn" fliegen konnte.
Ein weiterer Höhepunkt für die jungen Gäste war der Gipsraum, in dem sie eigene Handabdrücke herstellen durften.
Während die Kleinen bestens unterhalten wurden, hatten ihre Eltern die Möglichkeit, bei den Fachärzten Rat einzuholen. „Auf diese Weise kann man Themen ansprechen, die bei einem normalen Besuch auf Grund des straffen Terminplans zu kurz kommen", erklärte Michael Lauterbach. Der Zahnarzt, der alle Besucher über Schnarchtherapie und Prothetik informierte, zeigte sich begeistert von der Aktion. „Es sind viele Patienten gekommen, die sich gefreut haben, endlich einmal in Ruhe über alle Anliegen zu reden", so Lauterbach.
Damit man das neu erlernte nicht gleich wieder vergaß, standen zahlreiche Infostände mit Broschüren zu den Themen Implantologie, Kinderzahnheilkunde, Ernährung und Schnarchbeseitigung bereit.
Neben der direkten Beratung vor Ort boten Spezialisten den ganzen Tag über Vorträge rund um die „kleinen Beißer" an.
In ihren 15-minütigen Beiträgen präsentierten sie nicht nur häufige Zahnkrankheiten, sondern gaben auch Auskunft über die anstehenden Kosten. „Man muss sich im Klaren sein, dass in unserem heutigen Gesundheitswesen Eigenverantwortung gefragt ist, um rechtzeitig vorzusorgen", so medpoint-Geschäftsführer Herbert Raab. Da jedoch bei solchen Präventionsbehandlungen die Krankenkassen nicht zahlen würden, müsse man in seine eigene Gesundheit investieren. „Es ist auf jeden Fall eine Ausgabe, die sich langzeitlich gesehen lohnt", versicherte Raab.
Die Aktion stieß bei den Besuchern auf viel Interesse. Die gute Resonanz von Seiten der Bevölkerung ermunterte Raab und Dr. Pietsch, die Aktion auch im kommenden Jahr wieder zu veranstalten.



